Tobias-Bachmann.de
Dunkelpoet


 Alle Alben hier erhältlich: https://dunkelpoet.bandcamp.com/

Diskographie:

2019: KOSMIKER

Das Dritte Dunkelpoet-Album erscheint unter dem doch eher kryptischen Titel „Kosmiker“. Der sogenannte Kosmikerkreis um einige Privatgelehrte des 19. Jahrhunderts war eine parareligiöse Intellektuellengruppe in München. Zu ihren Mitgliedern zählten so illustre Persönlichkeiten wie: Alfred Schuler (1865-1923), Ludwig Klages (1872-1956) oder Karl Wolfskehl (1869-1948). Die Kosmiker spiegelten gewisse geistige Strömungen des Fin de siècle wider. Verbunden waren sie durch ihr Interesse für nicht-christliche und zugleich nicht-jüdische Mythen. Einer ihrer wesentlichen Bezugspunkte war das Werk des Schweizer Mythologen Johann Jakob Bachofen (1815–1887) über frühe Matriarchate (Das Mutterrecht, 1861), das sie wiederentdeckten und neu interpretierten. Zu den „Großen“ in ihren Augen zählten aber auch Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Nietzsche. Die Kosmiker trafen sich von 1899 bis 1904 regelmäßig, doch begann der Kreis schon im Jahr 1903 zu zerbrechen. Im Jahr 1904 folgte der „große Schwabinger Krach“, als es zu antisemitischen Attacken auf Karl Wolfskehl und damit zu Streit und Zerwürfnis kam. George, der sich auf die Seite seines Freundes Wolfskehl stellte, überwarf sich mit Klages; die ‚niederen Chargen‘ des Kreises sollen gar in nächtlich Handgreiflichkeiten verwickelt worden sein. Der Kosmiker-Kreis hatte zudem den Ruf Schwabings als Künstlerviertel mitbegründet und übte Einfluss auf die Bohème des Fin de siècle bis hin zur heutigen Esoterikszene aus.
Der Kreis wurde im Zug der geistesgeschichtlichen Aufarbeitung des Nationalsozialismus daraufhin untersucht, ob er einer der geistigen Vorläufer der rassistischen Ideologie des Nationalsozialismus war. Das Hakenkreuz (das Swastika-Symbol, ein aus dem hinduistischen Asien stammendes Zeichen) trat in der Emblematik des Kreises auf. Die Kosmiker waren jedoch nur ein kleiner Teil einer Subkultur ähnlicher Bestrebungen überall in Europa, aus denen sich auch einzelne Aspekte der NS-Weltanschauung nährten. Eine konkrete Ursächlichkeit lässt sich bei der exzentrischen und eher unpolitischen Spiritualität des Kreises nicht nachweisen.
Was hat dies nun mit dem neuen Dunkelpoet-Album zu tun? Letztlich nichts weiter als eine rückwärtsgekehrte Wortassoziationskette: Kosmiker… kosmisch … Kosmos … Mondlandung … Kennedy … Hippie-Aera … Morrison … Weltverklehrer … Bukowski …Ein Drink zu viel … !!!
Tobias Bachmann, im Juni 2019
Quelle: Natürlich  wikipedia.de  


Tracklist:

1.) Kennedy (16:18)

2.) Bukowski (25:12)

3.) Kosmiker (19:42)

4.) Morrison (06:55)

        

released June 17, 2019                                          
all songs recorded & composed 2018-2019 by tobias bachmann.
Recordingsetup: 
Korg Z1, Korg SP-280, Roland XP-60, Clavia Nordlead 1, Distant Voices Theremin, Arturia Matrix Brute, Arturia Drum Brute, Vision Stratocaster, Digi-Tech Effects (Digiverb + DigiDelay), Moog Moogerfooger (Ring Modulation), Behringer U-Phoria UMC1820.             


2018: IN LOVE WITH THE MOON | Klaus Schulze Birthday Tribute

Aural Films is happy to present a special birthday tribute to Klaus Schulze who turns 71 today, August 4, 2018. Listen to 20 tracks by various artists from around the world who have been inspired by Klaus's work since the Mid-1970s.                                                                          

Von DUNKELPOET stammt Track Nr. 9: "Bukowski"
Ebenfalls auf dem Album "Kosmiker" enthalten.

released August 4, 2018                                          
Cover photo of the Blood Red Moon (2018) by Beni Fuchs.
Some rights reserved. Please refer to individual track pages for license info.
Availaible: https://auralfilms.bandcamp.com/album/in-love-with-the-moon-klaus-schulze-birthday-tribute


2018: MASCERADE

Das zweite Dunkelpoet-Album entstand nicht wie das Debüt ("Endzeit") aufgrund kompositorischer Ideen, sondern vielmehr aus der Improvisation heraus. Die Inspiration hierfür bildete zum einen die Suche nach neuen Klängen, der ich mittels neuer Instrumente nachging, sowie dem Einsatz von E-Gitarre und Theremin. Der zweite Ansatz war eher visueller Natur. Alte, vornehmlich schwarzweiße Stummfilme aus den frühen 20er und 30er Jahren, denen ich versuchte einen neuen Soundtrack zu verpassen. Über Youtube sind die Filme in Kombination mit den Stücken dieses Albums anzusehen. Das Original-Album gibt es vorerst nur über die Bandcamp-Seite.

Tracklist:

1.) Pentagrammatical Lingerie (03:06)

2.) Maharani (09:33)

3.) Ghosts Before Breakfast (07:03)

4.) Mascerade (11:28)

5.) Tanz in den Mai (04:14)

6.) What is the Matrix-B.? (07:37)

7.) Us & Her (13:23)

Youtube-Videos: https://www.youtube.com/playlist?list=PLlauy9Ml_kTJ2B3mkFr7V4Pau_HcXb0s1&fbclid=IwAR1pspi4XpMGXQ5JehUf4m3H0ebYJ-PkRhPWpjxXOAZl9sur8txbLiAZ9j4

Recordingsetup: 
Korg Z1, Korg SP-280, Roland XP-60, Clavia Nordlead 1, Distant Voices Theremin, Arturia Matrix Brute, Arturia Drum Brute, Vision Stratocaster, Ibanez RM80
recorded on an iMac by using Logic Pro X.
released May 31, 2018                


2016: ENDZEIT

"Endzeit" ist ein Thema, das mich schon immer fasziniert hat. Doch was kündet in unserem futuristischen Jahrzehnt von einer Endzeit? Sind wir nicht längst in einem friedlichen Eiland des Wohlstands angekommen? Mitnichten, will ich meinen, und werde bestätigt, sobald ich die Zeitung aufschlage. Da wäre zum einen die Gefahr des Atomkriegs, der ich im titelgebenden Stück, "Endzeit", als Eröffnung Tribut zolle. Auch wenn der Kalte Krieg vorüber scheint, so ist der Auslöser zum atomaren Erst- oder vielmehr Endschlag nach wie vor recht nahe. Viel zu nah! "Endzeit" behandelt aber auch die Gefahr eines ständig möglichen Krieges an sich, und davor, dass ein solcher sich rasch und Jederzeit von einem stetig wachsenden Flächenbrand in einen dritten Weltkrieg ausweiten kann. Immer, wenn wir hoch hinaus wollen, stürzen wir ab. In "Cascade" habe ich das Prinzip des „rise and Fall“ musikalisch umgesetzt und als Samplegrundlagen Tonaufzeichnungen vom Absturz der Hindenburg (1937), der Concorde (2000) und der Challenger (1986) genutzt. "1986" war nicht nur das JAhr des Challengerabsturzes. Das nach der Jahreszahl benannte Stück handelt vom Supergau in Tschernobyl, den ich als frühe Kindheitserinnerung verinnerlicht habe. Als Kind habe ich nicht verstanden, warum ich nicht in den Garten zum Spielen durfte. Gebracht hat dieses Verbot ohnehin nichts, wie ich meine. Und auch nach der Fukushima-Katastrophe hat sich an der Energiefrage nichts geändert, ebensowenig, wie an der Gefahr an sich.
"Anathema II: Last Warning" ist eine Warnung an die Menschheit. Sowohl J. F. Kennedys letzte Rede, als auch die letzte Warnung George Orwells (im Rahmen eines letzten Interviews vor laufender Kamera ausgesprochen), dienten als Inspiration für das umfangreiche Stück. Zu guterletzt behandelt "Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?" die aktuelle Flüchtlingskrise. Als politisch korrekt gilt das Spiel heutzutage sicherlich nicht mehr. Wie erbärmlich ist das in unseren heutigen aufgeklärten Zeiten eigentlich?
Mit meinem musikalischen Projekt Dunkelpoet verarbeite ich solche (und weitere) Themen, mittels der Möglichkeiten der elektronischen Musik. In erster Linie für mich, aber auch für euch. Für alle, die sich fernab des Mainstreams bewegen. Fernab jeglicher Norm. Für alle, die einfach nur Mensch sein und ihre Ruhe haben wollen.

Tracklist:

1.) Endzeit (04:42)

2.) Cascade (10:18)

3.) 1986 (11:16)

4.) Anathema II: Final Warning (20:22)

5.) Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann? (05:08)

Recordingsetup: Korg Z1, Korg SP-280, Roland XP-60, Clavia Nordlead
Recorded on a MacBook Pro by using Apples "GarageBand"
released April 26, 2016    

           


Alle Alben hier erhältlich: https://dunkelpoet.bandcamp.com/